
Körrenzig ist ein Ortsteil der Stadt Linnich an der nördlichen Grenze des Kreises Düren (NRW). Das Dorf liegt östlich der Rur an der B 57 zwischen Linnich und Rurich. Körrenzig war früher bekannt für sein Korbmacherhandwerk.
Der Ortsname gehört zur Gruppe der vordeutschen -(i)acum-Namen aus der
gallo-römischen Epoche.

Es deutet vielleicht auf ein römisches Landgut eines „Cornicius“ zurück. Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich in einer Schenkungsurkunde Cornizich der Abtei Burtscheid vermachte.
Ab dem 14. Jahrhundert lag Körrenzig im Amt Boslar des Herzogtums Jülich.
Der Ort gehörte von 1816 bis 1936 zum Landkreis Erkelenz und wurde dann dem
Kreis Jülich zugeteilt. Seit 1972 liegt Körrenzig im Kreis Düren.

1911 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz und einen Bahnhof an der
Bahnstrecke Jülich–Dalheim. Der Personenverkehr wurde 1968 eingestellt und die Strecke wurde 1974 endgültig demontiert. Der Bahndamm dient heute teilweise als Fahrrad
und Fußpfad.
Die Einwohnerzahlen des Ortes sanken von 1925 bis 1933 von 1457 auf 1091
Einwohner.

Einige jüdische Familien lebten im 19. und 20. Jahrhundert im Dorf. Sie gehörten zur Synagogengemeinde Linnich. In der NS-Zeit emigrierten sie oder wurden deportiert.
Am Ende des 2. Weltkrieges war der Ort eine stark umkämpfte Frontlinie entlang der Rurfront.

Das Dorf wurde am 23. Februar 1945, als amerikanische Truppen die Rur überschritten, eingenommen.
Die alte Dorfkirche
Die kleine dreischiffige Hallenkirche in der Nähe der neuen Pfarrkirche St. Peter stammt aus dem 15. Jahrhundert und zeigt in der Westfront Reste einer romanischen Vorgängerkirche. Sie ist von einem ummauerten Friedhof umgeben. Von 1962 bis 1990 diente das Bauwerk nur noch als Leich
enhalle. Grundwasserabsenkunkungen durch den Braunkohletagebau der RWE Power gefährdeten die Statik des denkmalgeschützten Bauwerks. Die schwere Bauschäden erforderten schließlich umfangreiche Restaurierungsarbeiten, deren sich ein Förderverein annahm. 2005 konnte das restaurierte Baudenkmal in Anwesenheit u.a. Otto von Habsburgs eingeweiht werden. Dieser überbrachte bei der Gelegenheit eine Reliquie seines selig gesprochenen Vaters Karl I., dem letzten österreichischen Kaiser. Seit dem Jahre 2006 führt der Förderverein alljährlich in den Sommermonaten die Veranstaltungsreihe „Kultur in der Alten Kirche“ durch. In diesem Rahmen finden Konzerte, Vorträge und Lesungen statt.
Quelle: Wikipedia.de
